Protokollaufnahme der Versammlung zwecks Gründung der freiwilligen Feuerwehr 09.12.1907 Wegen der für die Verhältnisse unseres Ortes durchaus unzureichende und mangelhaften Beschaffenheit der hiesigen Pflichtwehr, sahen sich die Bürger der Gemeinde veranlaßt, eine freiwillige, den Verhältnissen entsprechende Feuerwehr, ins Leben zu rufen. Aus den genannten Gründen sah sich Ortsvorsteher Herr P. Quirin, in dankenswerter Weise veranlaßt, eine Versammlung zwecks Gründung der genannten, jetzt freiwilligen Feuerwehr einzuberufen, woran auch der Vorstand der Gemeinde Scheidt teilgenommen hat. Ortsvorsteher P. Quirin, eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis auf die Gründe für die Entstehung der freiwilligen Wehr. Darauf erteilte er dem Oberbrandmeister, Herr Kausch, das Wort. Dieser machte nach einigen Erörterungen den Vorschlag, die Feuerwehr des hiesigen Ortes möge sich als zweiter Löschzug an ihre Wehr in Scheidt anschließen, was allgemeine Zustimmung fand. Die Annahme dieses Vorschlags ergab die Notwendigkeit zweier Brandmeister, dazu wurde die Zahl auf 28 Mann festgesetzt. Der Oberbrandmeister versicherte, die Uniform, Ausrüstung etc. würden auf Kosten der Bürgermeisterei beschafft werden. Alsdann wurden die Namen der beiden Brandmeister (Jakob Schmelzer und Adolf Wetzler) unter einstimmiger Annahme vorgeschlagen, worauf die genannten den Antrag annahmen. Darauf folgte die Gliederung der Mannschaften, sodann ihre Bestimmung für die einzelnen Geräte. Nach Regelung dieser Punkte wurde die erste Übung auf den 22.Dezember festgesetzt. Herr Ortsvorsteher P. Quirin schloß darauf nach Gewährung freien Meinungsaustausches die Versammlung mit dem Wunsch, die neu ins Leben gerufene Wehr möge Wachsen, blühen und gedeihen.
I. Brandmeister
II. Brandmeister
Jakob Schmelzer
Adolf Wetzler
In früheren Jahren, da die Gemeinwesen noch klein waren, und einer den anderen kannte, gab es keine Feuerwehr. In Fällen der Feuersnot und bei anderen Schadensfällen betrachtete es jeder Bürger als seine Pflicht jedem Nachbarn und Bewohner zu helfen. Als die Gemeinden grösser und das Verhältnis der Bürger zueinander loser und fremder wurde, war diese Hilfe nicht mehr selbstverständlich. Der Staat musste sich der Brandbekämpfung der Feuersgefahr annehmen; Maßregeln zur Verhütung von Bränden wurden von der Polizei vorgeschrieben. Zugleich entwickelte sich unter dem Druck des Staates die Pflichtfeuerwehr. „Jeder männliche Einwohner der Gemeinde, welcher zum Brandcorps gewählt wird, ist verpflichtet die Stelle anzunehmen und drei Jahre beim Brandcorps zu bleiben“.(Feuerpolizeiverordnung aus dem Jahre 1837). Über die Einrichtung dieses Brandcorps und die Verteilung der Ämter im Falle eines Brandes waren genaue Vorschriften erlassen. Ziel war: „ schleunigste Hilfe zu leisten, zweckmäßige Leitung der Löscharbeiten und der Maßregeln für die Rettung von Menschen und deren Eigentum“. Allmählich bildeten sich an Stelle der Pflichtfeuerwehren die Freiwilligen Feuerwehren. Bürger die besondere Lust hierzu trieb, meldeten sich freiwillig, übten fleißig in ihrer freien Zeit für die Brandbekämpfung und so entstanden geschulte Trupps, die im Falle der Not nicht nur gezwungen zur Stelle waren, sondern als freiwillige und geübte Wehren den Brand angriffen. Verständlicherweise hat diese Entwicklung zuerst einmal die grösseren Gemeinwesen der Städte betroffen. Später als hier hat sie dann auch auf die Dörfer übergegriffen.
Auch in Rentrisch waren die Bürger mit den Verhältnissen der bestehenden Pflichtwehr schon lange nicht mehr einverstanden. Deshalb veranlaßte Ortsvorsteher P.Quirin für den 9.Dezember 1907 eine Versammlung zwecks Gründung der freiwilligen Feuerwehr. Anwesend war auch der Bürgermeister Becker aus Bischmisheim und Brandmeister Kausch aus Scheidt. Zu dieser Zeit war Rentrisch keine selbständige Gemeinde sonder gehörte zu Scheidt. In dieser Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rentrisch wurde zum 1.Brandmeister Jakob Schmelzer und zum 2.Brandmeister Adolf Wetzler gewählt und die Mannschaftsstärke auf 28 Mann festgelegt. Uniformen und Ausrüstungsgegenstände sollen auf Kosten der Bürgermeisterei Bischmisheim beschafft werden. Es ist sicher, daß einzelne Mitglieder der Pflichtwehr von Anfang an der Freiwilligen Feuerwehr beigetragen haben.
Gerätschaften der Pflichtwehr wurden von der neuen Wehr übernommen. Allerdings waren diese in keinem guten Zustand. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr haben sie in Eigenarbeit instand gesetzt; Ersatzteile wurden aus ihrer Feuerwehrkasse bezahlt. Neue Leitern wurden in Brebach abgeholt. Das erste Spritzenhaus in Rentrisch stand auf dem unteren Schulhof der alten Schule in der Kaiserstrasse neben den Toilettenanlagen. Es diente der Pflichtwehr als Unterkunft und wurde von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen. Die Einrichtungen waren recht primitiv und notdürftig. In späteren Jahren war es Werkstatt der Gemeindearbeiter. Dann wurde es Abgerissen
Gliederung der Mannschaften: Brandmeister 1.und 2. Geräteführer an der Fahrspritze 1.und 2 Geräteführer am Leiterwagen 1.und 2. Geräteführer am Schlauchwagen Feuerwehrmannschaft, Sanitätsmannschaft, Spielleute.
Zur Ausrüstung jedes Feuerwehrmanns gehörte Uniform, Helm, Gurt mit Karabinerhaken und Beil. An Gerätschaften standen eine Fahrspritze, ein Leiterwagen mit Leitern für die Steiger und ein Schlauchwagen mit Schläuchen und Lederriemen zur Verfügung. Bei Brandgefahr erscholl durch den Hornisten das Orts-Alarmsignal. Dann mussten diese Geräte schnellstens mit Menschenkraft an die Brandstelle gezogen werden. Jakob Schmelzer bildete seine Feuerwehrleute in wöchentlichen Schul- und Geräteübungen gründlich aus, setzte sich für die Einkleidung der Wehr ein und war bei der Beschaffung neuer Geräte maßgeblich beteiligt. Übungen wurden nach einem strengen Exerzierreglement mit Angaben der Kommandos und Signale durchgeführt. Diese Bemühungen zeigten schon bald die ersten Erfolge. Am 09.August 1908 trat die Wehr erstmals in ihrer Uniform auf. Bei der Schlußübung am 18.Oktober 1908 zeigte sich Oberbranddirektor Helwig aus Brebach sowie Oberbranddirektor Knigge aus St.Johann und Brandmeister Kausch aus Scheidt über den Leistungsstand der Wehr in Anbetracht ihres kurzen Bestehens vollauf zufrieden. Am Abend fand im Saal Quirin ein Feuerwehrball statt. In den folgenden Jahren wurden viele Übungen abgehalten. Die gemeinschaftliche Jahreshauptübung fand abwechselnd in Scheidt oder Rentrisch statt.
Unter dein Feuerwehrleuten konnte eine beträchtliche Anzahl ein Instrument spielen. Diese Tatsache wurde bei der Gründung gleich gefördert und schon bald zog man mit „Knüppelmusik“ und „Unter den Klängen der Spielleute“ zu den Feuewehrfesten und Jahresabschlussübungen der näheren Umgebung. Auch bei feierlichen Ereignissen im Ort selbst spielten die Musiker auf. Die Freiwillige Feuerwehr war überall gerngesehener Gast. In den Jahren 1911/1912 wurde in Rentrisch die erste Wasserleitung verlegt. In einer Festschrift der Kirchengemeinde ist erwähnt, daß am 04.Juli 1912 die neue Wasserleitung erstmals Wasser ins Pfarrhaus lieferte. Für die Feuerwehr war diese Wasserleitung ein sehr grosser Fortschritt. Das Wasser musste nicht mehr mit Ledereimern vom Scheidter Bach oder einem Brunnen herbeigeschafft werden; es konnte direkt an einem Hydranten entnommen werden. 1912 wurde von den Feuerwehrleuten eine eigene Sterbekasse eingeführt, um den Angehörigen verstorbener Mitglieder eine einmalige Beihilfe zur Bestreitung der durch den Sterbefall entstandener Kosten zu gewähren. Die Sterbekasse in dieser Form wurde am 05.Juni 1920 aufgelöst. Die Bürgermeisterei übernahm die Sterbekasse für alle ihre zugehörigen Wehren (insgesamt 9). Am 07.September 1913 wurde der Feuerwehr Rentrisch durch Bürgermeister Becker und Branddirektor Hausmann das neue Spritzenhaus hinter der alten Schule an der Bahnlinie Übergeben. Brandmeister Schmelzer hatte in den Vorjahren immer wieder auf den schlechten Zustand des alten Gerätehauses bei der Bürgermeisterei hingewiesen, das für den Personal- und Ausrüstungsstand der Wehr viel zu klein und unzureichend war. Wegen der Übergabe des neuen Hauses wurde die diesjährige Hauptübung in Rentrisch abgehalten. Die geplante Beteiligung an der 50 Jahrfeier der St.Ingberter Feuerwehr und der Hüttenwehr am 09.August 1914 konnte nicht stattfinden wegen dem Ausbruch des 1.Weltkrieges am 02.August 1914. Der grösste Teil der Mannschaft wurde zu den kaiserlichen Fahnen gerufen, nur noch 5 Wehrleute konnten den Feuerwehrdienst weiterführen. Im Brandfall war diese Gruppe auf die Unterstützung und Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Drei Wehrleute, Jakob Nickäs, Johann Leinhäuser und Jakob König sind in diesem Krieg gefallen.   Erst nach Beendigung des Krieges konnte wieder ein geordneter Feuerwehrdienst aufgenommen werden. Am 01.Juni 1919 meldeten sich weitere alte Mannschaften, die aus dem Feld zurückgekommen waren, im Löschzug an. Der gute, alte Geist, wie er in früheren Jahren herrschte, lebte wieder neu auf. Der erhoffte Aufschwung stellte sich aber erst im Jahre 1922 ein. Am 1.Oktober fand die Hauptübung aller Wehre der Bürgermeisterei in Rentrisch statt. Die Übung wurde vom Löschzug Rentrisch und Scheidt zusammen ausgeführt. Im Verlauf der Hauptversammlung wurde unser Wehrführer zum Oberbrandmeister befördert. Geräteführer der Musik wurde Johann Detemple. Die Stärke der gesamten Wehr der Bürgermeisterei sind 12 Brandmeister und 323 Wehrleute. Bei einem grösseren Brand soll die Autospritze in Saarbrücken angerufen werden. Am Abend fand dann, wie vor dem Krieg jedes Jahr üblich, der Feuerwehrball statt. Dieser Ball wurde jedes Jahr nach der Hauptversammlung abgehalten bis zum Jahr 1953.
Die geplante Beteiligung an der 50 Jahrfeier der St.Ingberter Feuerwehr und der Hüttenwehr am 09.August 1914 konnte nicht stattfinden wegen dem Ausbruch des 1.Weltkrieges am 02.August 1914. Der grösste Teil der Mannschaft wurde zu den kaiserlichen Fahnen gerufen, nur noch 5 Wehrleute konnten den Feuerwehrdienst weiterführen. Im Brandfall war diese Gruppe auf die Unterstützung und Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Drei Wehrleute, Jakob Nickäs, Johann Leinhäuser und Jakob König sind in diesem Krieg gefallen. Erst nach Beendigung des Krieges konnte wieder ein geordneter Feuerwehrdienst aufgenommen werden. Am 01.Juni 1919 meldeten sich weitere alte Mannschaften, die aus dem Feld zurückgekommen waren, im Löschzug an. Der gute, alte Geist, wie er in früheren Jahren herrschte, lebte wieder neu auf. Der erhoffte Aufschwung stellte sich aber erst im Jahre 1922 ein. Am 1.Oktober fand die Hauptübung aller Wehre der Bürgermeisterei in Rentrisch statt. Die Übung wurde vom Löschzug Rentrisch und Scheidt zusammen ausgeführt. Im Verlauf der Hauptversammlung wurde unser Wehrführer zum Oberbrandmeister befördert. Geräteführer der Musik wurde Johann Detemple. Die Stärke der gesamten Wehr der Bürgermeisterei sind 12 Brandmeister und 323 Wehrleute. Bei einem grösseren Brand soll die Autospritze in Saarbrücken angerufen werden. Am Abend fand dann, wie vor dem Krieg jedes Jahr üblich, der Feuerwehrball statt. Dieser Ball wurde jedes Jahr nach der Hauptversammlung abgehalten bis zum Jahr 1953. In den folgenden Jahren wurde die Ausbildung der Wehrmänner weiter fortgesetzt durch die Übungen und bei den Jahreshauptübungen unter Beweis gestellt. Verbandstage auf Provinz- und Kreisebene wurden besucht. Im Jahre 1930 nahm die Rentrischer Feuerwehr nur die Einladung nach Oberwürzbach an. Mit 8 Mann besuchte man die erste Schlussübung der dort neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr. Die Stärke der Rentrischer Feuerwehr betrug seit der Gründung bis zum Jahre 1930 konstant 28 Mann. Mehr Männer durften nicht aufgenommen werden. Bei Ausfällen von Aktiven Wehrleuten waren immer genügend Anwärter da um den Personalstand von 28 Mann zu halten. Die Mannschaft verstärkte sich 1931 auf 31 Wehrleute und wuchs bis 1934 auf 34 Personen an. 1932 feierte die Feuerwehr ihr 25jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand die Jahresabschlussübung am 09.September in Rentrisch statt. Erschienen waren sämtliche Löschzüge der Bürgermeisterei, auch der Chef der Gesamtwehr, Bürgermeister Loskant sowie einige Herren des Gemeinderates. Der Löschzug Rentrisch führte die Hauptübung an einem Gemeindedoppelhaus in der Blecherdell aus unter Hinzuziehung der Motorspritze von Brebach. Danach rückten die Wehren geschlossen nach dem Lokal Quirin ein, wo die Hauptversammlung stattfand. Oberbrandmeister Schmelzer konnte ausser den Wehren der Bürgermeisterei auch die Wehren aus Dudweiler, Oberwürzbach, St.Ingbert und die Schmelzer Wehr sowie Bürgermeister Loskant der Gemeinde begrüssen. Herr Loskant überreichte den Kameraden von Rentrisch für 25jährige aktive Tätigkeit bei der Feuerwehr eine Uhr als Geschenk der Gemeinde für ihren Einsatz zum Schutz der Bevölkerung,
Folgende Wehrleute erhielten diese Auszeichnung: OBM Jakob Schmelzer; GF Peter Ganster und Georg Peter, sowie die WM Adolf Schumacher, Georg Nickäs, Johann Schumacher, Heinrich Karp und Jakob Nikola.
Jeder Feuerwehrmann war stolz bei der Überreichung preußischer Feuerwehrerinnerungsabzeichen und Urkunden. Die Diplome konnten aber erst am 22.Oktober 1933 in der Hauptversammlung in Bübingen überreicht werden. Am 22.Juli 1934 beteiligte sich unsere Wehr an dem 70jährigen Stiftungsfest der Wehr in St.Ingbert und der Hüttenwehr mit unsere „Knüppelmusik“. Im Dezember 1934 starb einer der ältesten Wehrleute, Kamerad Heinrich Karp. Alle Wehrleute unseres Löschzuges gaben dem Verstorbenen mit Musik das letzte Geleit. Nach der Rückgliederung des Saargebietes an das Deutsche Reich 1935 fand am 23.Februar 1936 in Neufechingen eine Versammlung statt, an der jeder Feuerwehrmann erscheinen „musste“. Amtsbürgermeister Loskant eröffnete die.....
Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr Rentrisch mit 28 Mann beim Festumzug durch St.Ingbert am 22.Juli 1934 anlässlich des 70jährigen Bestehen der Feuerwehr St.Ingbert und der Feuerwehr des Eisenwerkes St.Ingbert.) 
Die Männer der Feuerwehr Rentrisch waren auch sonst in der Gemeinde und in Vereinen tätig. Ein besonders Beispiel dafür war der Feuerwehrkamerad Heinrich Karp. Er und seine unermüdlichen Helfer haben ab 1922 in einem nahen Steinbruch die Bruchsteine, ungefähr 16000m³, in mühevoller Arbeit gewonnen und zur Baustelle transportiert. In dieser Gruppe haben auch die Feuerwehrleute Johann Schmadel, Georg Nickäs und Jakob Nikola mitgearbeitet.) 
...Versammlung mit dem Deutschen Gruss und ernannte Oberbrandmeister Jakob Schmelzer aus Rentrisch zum Amtswehrführer. Dieser ernannte dann die neuen Brandmeister der einzelnen Gemeinden und vereidigte sie, ebenso sämtliche Wehrleute. Die Feuerwehr war künftig als Parteiorgan zu betrachten und unterstand der Polizeibehörde. Die Feuerwehrleute des Saarlandes gehören jetzt nicht mehr dem rheinischen Feuerwehrverband an, sondern haben einen eigenen Saarländischen Feuerwehrverband mit 12000 Aktiven und 3000 Reservemännern. Zum neuen Brandmeister der Rentrischer Feuerwehr wurde Peter Ganster ernannt. 
Beim Kreisverbandstag am 19.Juli 1936 in Ludweiler (Warndt) betonte Kreisführer Kammer, daß durch das Gesetzt über das Feuerlöschwesen vom 15.Dezember 1933 eine vollständige Umorganisation erfolgt und der Einbau in die staatliche Verwaltung vollzogen sei. Uniformen wurden umgeändert und waren Reichs einheitlich und mehr militärisch
Ein neuer, der nationalsozialistische Geist, herrscht nun auch bei der Feuerwehr. Der alte Wahlspruch „GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR“ wurde ersetzt durch EINER FÜR ALLE, ALLE FÜR EINEN“. Bis 1914 wurde jede Versammlung mit einem „HOCH AUF UNSERE MAJESTÄT DEN KAISER“ beendet. Jetzt wurden die Versammlungen mit einem „DREIFACHEN SIEG HEI AUF FÜHRER UND VATERLAND“ geschlossen
Das Übungsjahr 1936 war sehr reichhaltig; es musste jede Woche eine zweistündige Übung abgehalten werden. Die zwei letzten Monate des Jahres waren Übungs- und Versammlungsfrei wegen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Ein Kameradschaftsabend verbunden mit einer Jubilarehrung fand am 05.Februar 1939 im Lokal Quirin statt. Folgende Jubilare wurden geehrt: Josef Ruck und Josef Karp erhielten einen Sessel. Beide schieden mit erreichen ihres 60.Lebensjahres aus dem Aktiven Feuerwehrdienst aus. Amtswehrführer Jakob Schmelzer dankte ihnen für ihre Arbeit im Dienste der Allgemeinheit. Es freue ihn ganz besonders, weil beide Jubilare Gründungsmitglieder waren. Der Abend verlief bei Musik und Tanz in harmonischer Weise bis gegen ein Uhr nachts. Es war die letzte Veranstaltung vor Ausbruch des 2.Weltkrieges. Bereits einen Tag nach Kriegsausbruch wurde die Rentrischer Bevölkerung am 02.September 1939 evakuiert. Sie kehrten erst Mitte Juni in ihren Heimatort zurück. Häuser und Wohnungen waren verwahrlost und zum Teil ausgeplündert. Die Gerätschaften der Feuerwehr waren nicht mehr einsatzbereit. Das Gerätehaus musste von den Wehrleuten erst wieder geordnet und repariert werden. Die erste Versammlung nach der Evakuierung fand am 26.Januar 1941 im Lokal Eugen Schwarz statt. Um der erhöhten Gefahr bei Fliegerangriffen, Bränden und anderen Gefahren sofort begegnen zu können, wurde die Wehr in vier Blocks eingeteilt. Im laufe des Jahres 1942 wurden die Lösch- und Sanitätsgeräte ergänzt. Durch die bei Kriegsbeginn aufgestellten Luftschutzsirenen wurde nicht nur Fliegeralarm gegeben, sondern auch die Feuerwehr bei gefahren alarmiert.
Absturz eines englischen Bombenflugzeugs am Lottenhammer:
In der Nacht vom 17. Auf den 18.April 1943 schossen deutsche Nachtjäger aus einem feindlichen Bomberverband, der das Saarland in Richtung Mannheim überflog, fünf viermotorige „Fliegende Festungen“ ab. Eines dieser Flugzeuge schlug in Rentrisch unterhalb des Lottenhammers auf und setzte dabei ein Wohnhaus in Brand. Die Trümmer des Flugzeuges lagen zerstreut auf dem Zigarrenberg. Die siebenköpfige Besatzung fand den Tod und wurde auf dem Friedhof in Rentrisch beerdigt. Die Brandbekämpfung wurde von der Feuerwehr Rentrisch durchgeführt. Für die Wasserversorgung bildetet die Bevölkerung, unter ihnen Pastor Sohns, eine Kette bis zum Scheidter Bach und beförderten das Wasser in Ledereimern bis zur Spritze der Feuerwehr. Bewohner kamen keine zu schaden, da sie sich zur Zeit des Absturzes in einem Luftschutzstollen in der Nähe des „Höfchens“ befanden. Im Jahre 1944 wurde Peter Dauster zum Wehrführer ernannt. Ihm standen nur wenige Wehrleute zur Verfügung, die meisten waren im verlauf des Krieges zum Militärdienst eingezogen worden. Wegen der herannahenden Front wurde die Rentrischer Bevölkerung 1944 ein zweites Mal evakuiert. Am 20.März 1945 zogen amerikanische Truppen in Rentrisch ein. Ihnen folgte eine französische Transporteinheit als Besatzungsmacht, die im September 1947 abgezogen wurde.
In dieser Zeit fällt der Brand am Wohnhaus Brocker in der Spellensteistrasse: Ein Angehöriger der französischen Besatzungsmacht machte an einem Nachmittag mit seiner Dienstwaffe Jagd auf Spatzen. Vom Anwesen der Bäckerei Schording schoss er auf die Vögel, die sich in die Belüftungsnischen an der Giebelseite des Hauses Brocker niedergelassen hatten. Im Magazin der Waffe befand sich irrtümlich ein Schuss Leuchtmunition. Diese flog durch die Nische und entzündete das auf dem Speicher lagernde Heu und Stroh. Im Nu stand das Haus in Flammen. Eine Feuerwehr und geeignete Löschgeräte standen zu dieser Zeit noch nicht zur Verfügung. Die Rentrischer Bevölkerung stand in Zweierreihe-Männer, Frauen und Jugendliche vom Scheidter Bach bis zum brennenden Haus und transportierten das Wasser in Eimern von Hand zu Hand weiter. Der Scheidter Bach lief zu dieser Zeit noch näher zur Kaiserstrasse hin, hinter dem Anwesen Holzer. Die französischen Soldaten kämpften sich über das Dach mit Beilen und Äxten zum Brandherd vor. Nur durch das tatkräftige, gemeinsame Einschreiten von französischen Soldaten und der Bevölkerung konnte schlimmeres verhütet werden. (Bericht von Karl-Heinz Ferchel) Nach Kriegsende am 09.Mai 1945 kommen die Rentrischer Bürger nach oft tage- und wochenlanger Reise wieder zurück. Die Wehrmänner Josef Sehn, Eugen und Josef Holzer, Peter Berrang, Jakob Wolf, Josef Karp und Johann Zimmer kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück, andere Männer der Wehr erst nach jahrelanger Gefangenschaft. Ab jetzt beginnt sich das Leben der Bevölkerung zu normalisieren. Die Männer der Feuerwehr müssen wieder einmal Spritzenhaus und ihre Gerätschaften in einen gebrauchsfähigen Zustand bringen. Im Jahre 1948 wurden dann wieder Übungen abgehalten. Am 23.April 1948 wurde von der oberen Feuerwehrbehörde eine Besichtigung und eine Bestandsaufnahme der Ausrüstung vorgenommen. Die Hauptübung mit dem Feuerwehrball fand am 31.Oktober 1948 beim Gastwirt Quirin statt. Bis zum Jahre 1950 war die Wehr wieder zu einer zufriedenstellenden Mannschaftsstärke angewachsen. Die „Knüppelmusik“ konnte nicht mehr aufgestellt werden. Im Jahre 1953 wurde Oskar Müller zum Wehrführer von Rentrisch gewählt. Er schickte viele Wehrleute auf Schulungen zur besseren Ausbildung, um die neuen Geräte besser und schneller bedienen zu können. Übungen, Jahreshauptübung und Hauptversammlung wurden weiter abgehalten. Nach jahrzehntelanger Bemühungen wurde Rentrisch am 01.Juli 1957 eine selbstständige Gemeinde im Amtsbezirk Brebach. Damit wurde auch die Feuerwehr Rentrisch selbständig und gehörte nicht mehr als zweiter Löschzug zu Scheidt. Am 16.November 1958 traf sich die Feuerwehr am Gerätehaus und marschierte in geschlossener Formation zum Friedhof, um vor dem Gefallenendenkmal die Ehrenwache zu halten, die heute noch gestellt wird. Im Jahre 1960 wurde unsere Wehr mit Schutzkleidung und Stiefeln ausgerüstet, die jetzt statt der Uniform bei Übungen und Einsätzen zu tragen waren. Beim Kameradschaftsabend am 26. Februar 1961 im Hotel Dauster rügte Brandmeister Oskar Müller den schlechten Besuch bei den Übungen. In diesem Jahr sollten monatlich zwei Übungen abgehalten werden. Immer wieder hätte er als Wehrführer seit seinem Amtsantritt auf die Gefahren hingewiesen, die durch den schlechten Zustand des Gerätehauses gegeben waren. Gemeinderat und Amtsverwaltung konnten nicht für Abhilfe sorgen. Hinzu kam, daß fast alle Wehren des Amtsbezirkes inzwischen mit einem Feuerwehrfahrzeug ausgerüstet waren. Die Rentrischer Feuerwehrleute zogen Fahrspritze. Leiter- und Schlauchwagen weiter treu und brav zu den Übungsobjekten und Brandstellen. All diese Gründe veranlassten Brandmeister Oskar Müller schließlich dazu, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Am 17.März 1963 wurde Oskar Müller bei einer Versammlung in Würdigung seiner Verdienste für die Feuerwehr Rentrisch von Amtswehrführer Escher und Bürgermeister Schumann verabschiedet.
Gemeinsame Übung des roten Kreuzes und der Feuerwehr aus Rentrisch auf dem alten Schulhof im Jahre 1995. Deutlich erkennbar ist der Schlauchwagen der Feuerwehr. Von der Fahrspritze und Leiterwagen sind leider keine Bilder vorhanden. Wer hat noch welche?
Amtswehrfüherer Escher übergab am 17 März 1963 den Löschzug an Oberlöschmeister Alfons Karp. Das in Aussicht gestellte motorisierte Feuerwehrwehrfahrzeug veranlaßte ihn, einige Wehrleute auf entsprechende Lehrgänge zu schicken. Mit den Löschzügen der Amtswehr Brebach erhielten wir im Mai des gleichen Jahres unser erstes Feuerwehrfahrzeug.
Es handelt sich um ein Staffelfahrzeug der Marke Ford mit eingeschobener Motorpumpe TS 8/8 und einer zweiten Schiebeleiter. Beschriftung: „Amt Brebach – Freiwillige Feuerwehr Rentrisch“. 
Die Jahreshauptübung fand am 05.Oktober 1963 in Brebach statt. Sämtliche Wehren des Amtsbezirkes waren beteiligt, alle sind nun mit neuen Fahrzeugen ausgerüstet. Bei der anschließenden Kritik wurden verschiedene Gemeinden wegen der schlechten Gerätehäuser angesprochen, die man zu beheben seitens der Gemeinde versprach. Hierzu gehörte auch das Rentrischer Spritzenhaus. Im Anschluss an die Übung erfolgten Ernennungen und Beförderungen, Alfons Karp wurde zum Wehrführer ernannt. In 1964 nahm die Feuerwehr geschlossen in Uniform an der Fronleichnamsprozession teil und trug den „Himmel“. Dieser Brauch wird heute noch gepflegt. In der Jahreshauptübung am 19.September 1964 in Güdingen wurde Wehrführer Alfons Karp zum Brandmeister befördert. Einen Monat später, am 15.Oktober, trugen ihn die Wehrmänner zu Grabe. Durch einen Verkehrsunfall wurde unser junger Brandmeister so schwer verletzt, daß er nach ein paar Tagen verstarb. Es war für unsere Wehr eine kaum zu fassende Nachricht. Brandmeister Josef Karp hat sich für die Wehr tatkräftig eingesetzt, besonders in der Zeit, in der wir mit einem Fahrzeug und anderen modernen Geräten ausgerüstet wurden. Die längst fällige Generalversammlung wurde am 08.Februar 1965 im Lokal Hartmann- Groß vom Löschmeister Harald Bucher eröffnet. OLM Robert Berrang wurde zum neuen Wehrführer gewählt. Die Ernennung erfolgte am 02.Oktober bei der Jahreshauptübung in Bliesransbach. Zum Brandmeister wurde er am 01.Oktober 1966 bei der Hauptübung in Scheidt befördert. Wehrführer Robert Berrang beantragte bei der Gemeinde die Ausrüstung der Wehr mit Atemschutzgeräten und die Überprüfung der Sirenenanlage. Ausserdem griff er sofort wider die Unzulänglichkeit des Gerätehauses auf. Bisher war das Gebäude schon nicht mehr in einem guten Zustand und jetzt war in diesem feuchten Raum noch das Feuerwehrfahrzeug untergebracht; eine Heizung war nicht vorhanden. Er verlangte von der Gemeinde eine Erweiterung mit Schulungsraum und Toilettenanlage. Da die Gemeinde aus finanziellen Gründen nicht in der Lage war, ein neues Gerätehaus zu erstellen, wurde seitens der Feuerwehr der Gemeinde vorgeschlagen das alte Spritzenhaus zu erweitern. Die Feuerwehr würde bei Gestellung des Materials die Arbeiten in Eigenleistung ausführen. In der Generalversammlung am 10.Januar 1970 teilte Brandmeister Robert Berrang mit, daß der Plan zum Anbau erstellt und genehmigt sei. Inzwischen war seitens der Gemeinde im Gerätehaus eine Gasheizung installiert worden. Im Frühjahr wurde seitens der Feuerwehr mit den Fundamentarbeiten begonnen und danach die Maurerarbeiten ausgeführt. Die Dacharbeiten wurden von der Gemeinde im Juli 1971 vergeben und waren bis Oktober 1971 ausgeführt. Überschattet wurden die Ereignisse durch die Brandkatastrophe in Rentrisch in den frühen Morgenstunden des 21.April 1970. Nur noch tot konnten der fünfjährige Peter Wagner und sein dreijähriges Brüderchen Thomas aus dem total ausgebrannten Kinderschlafzimmer im Hause Kaiserstrasse 73 geborgen werden. Die anderen Hausbewohner erhielten im letzten Augenblick rettende Hilfe. Die Rentrischer Wehr und vier Fahrzeuge der St.Ingberter Wehr waren im Einsatz. Obwohl die Flammen bald unter Kontrolle waren und mehrere Wehrmänner mit Atemschutzgeräten in die brennende Wohnung vordrangen, gab es keine Rettung mehr für die beiden Buben. Die ersten zwei Atemschutzgeräte erhielt die Feuerwehr Rentrisch im Jahre 1971. Am Abend des 23.November 1970 gegen 18:30 Uhr brach in einem an das Spritzenhaus angebauten Geräteschuppen des Mänenrgesangvereins ein weitere Brand aus. Die Flammen schlugen aus dem Dach des Schuppens und griffen auf das Dach des Spritzenhauses über. Beim öffnen des Tores dran den Feuerwehrleuten dichter Qualm entgegen. Das Feuerwehrfahrzeug konnte noch ohne Beschädigung aus dem Gerätehaus gefahren werden. Grösserer Schaden entstand nicht, da die Feuerwehr schnell zur Stelle war. Der Brand wurde vermutlich von der Heizung des Gerätehauses herbeigeführt. Diese kleine Gasheizung hatte die Gemeinde installieren lassen, weil bei grosser Kälteeinwirkung die Feuerwehrgeräte nicht einsatzbereit sind und deshalb vor einigen Tagen eingeschaltet wurde. Auf die Gefahren dieser Heizung wegen dem Abzug direkt in den Anbau hatte Wehrführer Robert Berrang den Gemeinderat vor einiger Zeit hingewiesen. Die Art der Installation war auch im Gemeinderat selbst umstritten. Die von der Gemeinde in Aussicht gestellten weiteren Baumaßnahmen für 1972 wurden weiter verschleppt. Der Wehrführer Robert berang richtete deshalb einen scharfen Protest an Bürgermeister Eich und die Gemeinderatsmitglieder. Als keine Verbesserung eintrat, stellte die Rentrischer Feuerwehr am 22. Oktober 1972 ihre Tätigkeit ein. Der Brandschutz für die Bevölkerung war damit nicht mehr gegeben und der Gemeinde drohte nach dem Gesetz eine Pflichtfeuerwehr.
Gerätehaus Innenansicht 
Die Feuerwehrleute hatten ihre Einsatzkleidung und Ausrüstung zu Hause, denn wegen der grossen Feuchtigkeit konnten diese hier nicht abgelegt werden. Bei dem baulichen Zustand konnte niemand zugemutet werden sich hier umzuziehen. Bei einem Treffen am 26.November 1972 teilte Amtswehrführer Werner Friedrich Wehrführer Robert Berrang und den übrigen Feuerwehrleuten mit, daß die Gemeinde Rentrisch im Jahre 1973 ein neues Gerätehaus erstellen wird und diese Zusage vom Amt Brebach mitgetragen wird. Daraufhin nahm die Feuerwehr ihren Dienst wieder auf. Tatsächlich begannen 1973 die Bauarbeiten in der Heinestrasse neben dem Anwesen Dietz. Oberbürgermeister Dr. Werner Hellenthal übergab das neue Gerätehaus am 30.April 1974 in einer kleinen Feierstunde der Rentrischer Feuerwehr. Die kirchliche Einsegnung nahm Pfarrer Franz Jost vor. Mit Wirkung vom 01.Januar 1974 verliert Rentrisch wieder seine Selbständigkeit und wird Stadtteil von St.Ingerbt. Die Feuerwehr Rentrisch scheidet dadurch aus dem Amtsverband Brebach, der ganz aufgelöst wurde, aus und wurde Löschbezirk der Feuerwehr der Stadt St.Ingbert. Löschbezirksführer Robert Berrang. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt St.Ingbert besteht aus den Löschbezirken:
St.Ingbert Mitte früher Stadt St.Ingbert Hassel vor der Gebietsreform selbstständige Gemeinde Oberwürzbach vor der Gebietsreform selbstständige Gemeinde Rentrisch vor der Gebietsreform selbstständige Gemeinde Rohrbach vor der Gebietsreform selbstständige Gemeinde
In der gesamten Zeit seiner Amtszeit war Robert Berrang immer bemüht, die Ausbildung seiner Leute zu fördern. Die verschiedensten Lehrgänge wurden besucht und Übungen abgehalten. Bei den jährlichen Jahreshauptübungen war die Feuerwehr Rentrisch immer vertreten und immer wieder wurden Feuerwehrleute von uns befördert. Am 01.Oktober 1975 erfolgte die Gründung einer Jugendwehr in Rentrisch, deren Betreuung Löschmeister Berni Nickäs übernahm. Für den aus Altersgründen ausgeschiedenen Wehrführer Robert Berrang wählten die Wehrmänner am 10.November 1976 Robert Paulus zum Löschbezirksführer. Berrang selbst wurde seine grossen Verdienste in der Generalversammlung am 17.Dezember 1977 zum Ehrenwehrführer ernannt. Nach 70 Jahren ihres Bestehens zählte die Wehr 22 aktive Wehrmänner, 11 Jugendfeuerwehrleute und 8 Mitglieder in der Altersklasse. In der Jahresschlussversammlung am 17.Dezember 1977 wurde vom Löschbezirksführer Robert Paulus, inzwischen zum Brandmeister ernannt, auf die Notwendigkeit der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges hingewiesen. Von Wehrführer Helmut Uhl wurden die Sorgen der Rentrischer Wehr anerkannt. Brandmeister Robert Paulus sorgte dafür, daß die übrige Ausrüstung im weiteren Verlauf der Jahre Zug um Zug aufgestockt und modernisiert wurde. Am 26.April 1980 konnte schon das neue Feuerwehrfahrzeug LF8 an die Rentrischer Wehr übergeben werden. Dadurch wurde die Schlagkraft der Wehr entscheidend verbessert. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes – Benz – Wagen mit einem Aufbau der Firma Carl Metz, Karlsruhe. Im August 1981 fand der erste „Tag der offenen Tür“ in Rentrisch statt. Dadurch wurde der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, sich über Unterkunft und Ausrüstung ihrer Wehr zu informieren, wovon auch eine stattliche Besucherzahl Gebrauch machte. Fünf Tage fuhr der Löschbezirk Rentrisch nach Österreich. Er folgte einer Einladung der Freiwilligen Feuerwehr See im Patznauental / Tirol, die vom 20. Bis 23.Mai 1982 mit einem Zeltfest ihre Fahnenweihe feierte. Mit dem Bus fuhren wir am 19.Mai ab und wurden nach unserer Ankunft in Familien der dortigen Feuerwehr einquartiert.
Am 11.Dezember 1982 fand die Generalversammlung im Gerätehaus statt. In seinem Jahresbericht sprach Robert Paulus den Wehrmännern Dank und Anerkennung aus für die geleisteten Einsätze. Neben sechs weiteren Einsätzen hatte die Wehr beim Brand der Schmiede Lück durch raschen Einsatz helfen können noch grösseren Schaden zu verhindern. In 20 Übungen und einer gemeinsamen Übung mit der Wehr in Oberwürzbach habe die Wehr ihre Leistungsbereitschaft erhalten und verbessert. Löschbezirksführer Robert Paulus wies auf das 75jährige Jubiläum hin, das mit einem „Tag der offenen Tür“ und einem Festabend am 20.November im Kulturhaus gewürdigt wurde. Oberbürgermeister Dr. Hellenthal betonte, nicht nur der Brandschutz, sondern auch die Eigenart der Stadtteile werden durch die Arbeiten der Löschbezirke gewährleistet. Brandinspekteur Zintel unterstrich die Aktivitäten der Wehr und dankte ihr für das Engagement. Zum neuen Löschbezirksführer der Feuerwehr Rentrisch wählten die Feuerwehrleute Siegfried Fuchs. Robert Paulus hatte aus beruflichen Gründen auf eine Kandidatur verzichtet. Die erste Generalversammlung unter Führung von Löschbezirksführer Siegfried Fuchs fand am 17. Dezember 1983 statt. In seinem Jahresbericht verwies er auf 16 Einsätze. Der Oberbürgermeister Dr. Hellenthal dankte den Wehrleuten für ihren Dienst für die Mitbürger und ehrte Robert Paulus und Hans – Günther Becker für ihre 25jährige aktive Zugehörigkeit und sprach folgende Beförderungen aus: Die erste Generalversammlung unter Führung von Löschbezirksführer Siegfried Fuchs fand am 17. Dezember 1983 statt. In seinem Jahresbericht verwies er auf 16 Einsätze. Der Oberbürgermeister Dr. Hellenthal dankte den Wehrleuten für ihren Dienst für die Mitbürger und ehrte Robert Paulus und Hans – Günther Becker für ihre 25jährige aktive Zugehörigkeit und sprach folgende Beförderungen aus:
Siegfried Fuchs zum Brandmeister Christoph Detemple und Franz Feichtner zum Löschmeister Willi Paulus zum Hauptfeuerwehrmann Klaus Holzer und Georg Lück zum Oberfeuerwehrmann Kreisbrandmeister Zintel überreichte im Namen des Innenministers an Robert Paulus und Hans – Günther – Becker ein Ehrengeschenk unter Verleihung des silbernen Feuerwehrabzeichens. Bei der Jahreshauptversammlung am 15.Dezember 1984 ehrte Wehrführer Helmut Uhl für ihren langjährigen Dienst bei der Feuerwehr Wendelin Anna...
von links: Löschbezirksführer Siegfried Fuchs, Ortsvorsteher Theodor Stalter, Willi Paulus, Andreas Schott, Wendelin Anna, Frnak Hess, Hermann Feichtner, Richard Schmadel und Wehrführer Helmut Uhl.
und Richard Schmadel für 15 jahre sowie Hermann Feichtner und Willi Paulus für 20 jahre. Frank hess und Andreas Schott wurden von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr übernommen. Das Jahr 1987 stand ganz im Zeichen des 80jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Rentrisch. Am 21.Juni wurde in der Pfarrkirche bei einem feierlichen Gottesdienst die neue Fahne, die in der Niederbayerischen Fahnenstickerei hergestellt wurde, von Dechant Wagner geweiht. Der Löschbezirk besteht seit 1907; aber dieses Gemeinschaftssymbol hatte bisher gefehlt.
Nach dem Gottesdienst nahmen die Feuerwehrleute von Rentrisch sowie die Feuerwehr See / Tirol mit ihrer Fahnenabordnung und die Feuerwehrleute aus den St.Ingberter Löschbezirken vor der Kirche Aufstellung. Angeführt vom Spielmannszug der Feuerwehr Spiesen – Elversberg zogen sie zum Gerätehaus. Die freundschaftlichen Kontakte zwischen den Feuerwehren See und Rentrisch wurden mit der Unterzeichnung einer Patenschaftsurkunde weiter vertieft. Ein anderer Gast hatte eine noch weitere Anreise. Aus Richmond Hill, Kanada, war Feuerwehrchef Robert Kennedy nach Rentrisch gekommen. Ein Gegenbesuch Rentrischer Feuerwehrleute hat 1988 stattgefunden. Oberbürgermeister Dr. Brandenburg meinte, daß Rentrisch zwar mit 29 Feuerwehrleuten der kleinste St.Ingberter Löschbezirk sei, hinsichtlich seiner internationalen Kontakte wohl aber der aktivste. Durch die freundschaftlichen Bindungen haben sie den Namen St.Ingbert bekannt gemacht. Am Nachmittag fand auf dem Schulgelände eine gemeinsame Schauübung der Feuerwehren Rentrisch, St.Ingbert Mitte, Hassel und Oberwürzbach sowie der DRK Kreisverbände St.Ingbert, Rentrisch und Oberwürzbach statt. Mittwoch, den 08.Juli 1987: Nach sintflutartigen Regenfällen blockierten Erdrutsche den Verkehr. St.Ingbert stand unter Wasser. Es wollte und wollte nicht hell werden. Kurz nach sieben Uhr setzten leichte Regenfälle ein und urplötzlich brach dann das Gewitter los mit Blitz, Donner und wolkenbruchartigen Regenfällen. In rund eineinhalb Stunden waren 36ltr. pro m² niedergegangen. Die Stadt St.Ingbert stand unter Wasser. An der Eisenbahnbrücke in Rentrisch verschüttete ein Erdrutsch die gesamte Fahrbahn. Der Hang einschliesslich Sträucher und Bäume, war in Bewegung geraten. Die Rentrischer Feuerwehr rückte zuerst zur Eisenbahnbrücke aus und sorgte dafür, daß die angestauten Wassermassen abfließen konnten. Danach musste im Wohnhaus von Eugen Brocker der Keller leer gepumpt werden. Im Anschluss daran war die Rentrischer Wehr in der Stadt St.Ingbert noch an verschiedenen Stellen im Einsatz. Der „Tag der offenen Tür“ am 15./16. August 1987 wurde etwas ruhiger abgehalten. Der Festkommers am 10.Oktober im Kulturhaus stand wieder ganz im Zeichen der 80 Jahrfeier. Brandmeister Siegfried Fuchs konnte zahlreiche Gäste begrüssen, unter ihnen Oberbürgermeister Dr. Brandenburg, Schirmherr der Veranstaltung, und die Abordnung der Patenwehr aus See / Tirol mit Bürgermeister Vinzenz Gstrein. Oberbürgermeister Dr. Brandenburg hob in seinem Grusswort hervor, daß die im Dienst der Allgemeinheit oft unter Einsatz des eigenen Lebens geleistet Arbeit Dank und Anerkennung verdiene. Der Bürgermeister aus See dankte im Namen seiner Wehr für die Einladung und übermittelte die Glückwünsche zum Jubiläum. Die Gastfreundschaft der Rentrischer Wehr deutete er als Wertschätzung. Im Verlauf des Programmes sprach Oberbürgermeister Dr. Brandenburg Beförderungen aus. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Waldemar Schmitt, zum Oberfeuerwehrmann Frank Heß und Jörg Paulus befördert. Als Vertreter des Ortsvorstehers sprach Winfried Morsch ein besonderes Dankeswort an Willi Paulus aus, der die Freundschaft mit der Wehr aus See ins Leben gerufen und sich grosse Verdienste um diese Freundschaft erworben habe. Dafür erhielt er von dem Bürgermeister aus See einen Bildband von dessen Heimatbezirk. Bedingt durch einen Wohnungs- und Ortswechsel verließ Siegfried Fuchs 1989 die Rentrischer Feuerwehr. Zu seinem Nachfolger wurde am 10.Juni 1989 Löschmeister Franz Feichtner gewählt. Er verabschiedete Siegfried Fuchs im Namen des Löschbezirks und überreichte ihm als Abschiedsgeschenk eine Wanduhr mit Gravur „Zur Erinnerung – Löschbezirk Rentrisch“. In der ersten Generalversammlung am 09.Dezember 1989, die Franz Feichtner als neuer Löschbezirksführer leitet, griff er sofort die Forderung seines Vorgängers auf, für den Löschbezirk ein Tanklöschfahrzeug anzuschaffen. Die Lage des Ortes und der viele umliegende Wald machen das dringend notwendig. Auch beklagte er die schlechte Bestuhlung im Schulungsraum. Wehrführer Helmut Uhl dankte den Wehrleuten für ihren Dienst für die Mitbürger und ehrte Hermann Feichtner und Willi Paulus für ihre 25jährige aktive Zugehörigkeit zur Feuerwehr und beförderte Bernd Detemple zum Oberfeuerwehrmann. KBI Zintel ehrte im Namen des Innenministeriums Hermann Feichtner und Willi Paulus mit der Verleihung des silbernen Feuerwehrabzeichens. Edmund Zintel stellte seinen Nachfolger vor, der vom Landrat ernannte KBI Peter Granjean.
Chronik Feuerwehr Rentrisch
Feuerwehr Rentrisch
Die Chronik der Feuerwehr Rentrisch